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Aktualisiert: vor 5 Stunden

Gladenbach. Die Unabhängige Wählergemeinschaft Marburg-Biedenkopf geht mit Dautphetals ehemaligem Bürgermeister Bernd Schmidt als Spitzenkandidat in die Kommunalwahl am 15. März 2026. Schmidt führt die Liste der UWG für den Kreistag an, die insgesamt 40 Namen umfasst.


Die UWG war 2022 nach Unstimmigkeiten und dem anschließenden Zerwürfnis aus der Fraktion der Freien Wähler entstanden. „Es war der absolut richtige Weg, das Parteidenken abzuschaffen“, stimmte Schmidt seine Mitstreiter auf der Wahlkreisversammlung der Wählergemeinschaft auf den Wahlkampf ein. „Vor Ort zählt nicht die große Politik, sondern das, was die Menschen in unserer Nachbarschaft bewegt“, ergänzte er. Dieses regionale Denken müsse wieder zurück in die Köpfe der Politiker kehren.


Entsprechend sieht auch das Wahlprogramm der UWG aus, das ebenso einstimmig wie die Kandidatenliste von der Versammlung verabschiedet wurde. Einen zentralen Punkt nimmt darin die weitere Zukunftssicherung der Hinterland-Klinik in Biedenkopf ein. Maßgeblich auf Betreiben der UWG hatte der Kreistag vor einigen Wochen beschlossen, das ehemalige DRK-Krankenhaus in seine Trägerschaft zu übernehmen. Nun schlägt die UWG die Gründung eines Fördervereins vor, um den Betrieb der Klinik zu unterstützen. Einen entsprechenden Prüfantrag wird die Fraktion bereits in der Dezembersitzung in dem Kreistag einbringen. In der Folge soll dann sogar über eine Stiftung zur Finanzierung der Hinterland-Klinik nachgedacht werden.


Weitere Punkte im Wahlprogramm sind etwa der gezielte Abbau bürokratischer Parallelstrukturen, um Kosten zu senken und Verwaltungsprozesse effizienter zu gestalten sowie die Einrichtung eines „Kommunalen Meeting Points“ in der Außenstelle des Landratsamts in Biedenkopf. Dieses Zentrum soll als Anlaufstelle für Bürgerinnen und Bürger vor Ort dienen und die direkte Beteiligung an kommunalen Entscheidungsprozessen stärken. Weiter fordert die UWG ein Leerstandskataster in Zusammenarbeit mit den Kommunen des Kreises. Dieses soll helfen, leerstehende Gebäude und Flächen systematisch zu erfassen, um gezielt Maßnahmen zur Wiederbelebung von Ortskernen und Schaffung neuen Wohnraum zu fördern.


Ebenfalls im Programm steht ein umfassendes Schulinvestitionsprogramm. Mit einem Betrag von 25 Millionen sollen in den kommenden fünf Jahren energetische Sanierungen an den Grundschulen im Kreis umgesetzt werden, um diese modern, energieeffizient und klimafreundlich zu gestalten. Darüber hinaus setzt sich die UWG dafür ein, dass Kfz-Zulassungen in den jeweiligen Gemeinden vorgenommen werden können – was in manchen Kommunen des Lahn-Dill-Kreises schon heute möglich sei, wie UWG-Vorsitzender Jürgen Reitz feststellte. Zudem sollen ältere Menschen eine Seniorenzulage (50€)  vom Landkreis für die Kommune bekommen – ähnlich der bisherigen Ehrenamtspauschale – mit der die Lebensleistung dieser Generation anerkannt und gewürdigt werden soll.


Bericht des Hinterländer Anzeigers vom November 2025 von Sascha Valentin


 
 
 

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