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1. Die Übernahme des Klinikums in Biedenkopf wird sehr viel Geld binden und den Haushalt des Landkreises belasten. Gibt es für Sie eine finanzielle Schmerzgrenze oder gibt es ein uneingeschränktes Bekenntnis zum Erhalt der Einrichtung?
Mit der Übernahme der Klinik Hinterland GmbH als Kreiskrankenhaus hat der Landkreis alle finanziellen Verpflichtungen übernommen. Eine Schmerzgrenze stellt sich daher nicht. Als Träger trägt er die Verantwortung. Unser UWG-Antrag zur Prüfung eines Fördervereins und Stiftungsgründung wurde von der großen Koalition abgelehnt. Ein Förderverein würde die Menschen der Region einbinden und die Versorgung stärken.
2. Der Kreis muss seine Finanzen zusammenhalten. Welche freiwilligen Leistungen des Kreises sind für Sie trotzdem unverzichtbar?
Bei den freiwilligen Ausgaben ist eine gründliche Überprüfung nötig. Besonders die Bürgerbeteiligung mit hohem Personalaufwand verursacht zu hohe Kosten. Durch Umstrukturierung und bessere Personalplanung könnten Ressourcen freiwerden, um soziale Maßnahmen und das Ehrenamt unserer Vereine gezielt zu stärken.
3. Verlässlich gesundes und preiswertes Schulessen war schon ein weit entwickeltes Thema unter dem Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Karsten Mc Govern. Es ist aber noch immer „in Arbeit“. Welche Lösungen würden ihre Zustimmungen erhalten?
Der Kreistag hat neue Richtlinien für ein gesundes Schulessen beschlossen. Nun bleibt abzuwarten, wie sie sich in der Praxis bewähren. Dennoch sollten Eltern weiterhin an den Kosten beteiligt werden. Es sollte in ihrem Interesse sein, dass ihren Kindern in der Schule ein gutes, gesundes und schmackhaftes Essen angeboten wird.
Veröffentlichung der Oberhessischen Presse, Januar 2026


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